Canon 6D vs Nikon D600 – Die wichtigsten Unterschiede

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Das Duell der Preisbrecher

Bereits im Vorfeld gab es wilde Gerüchte bezüglich Canon 6D und Nikon D600, mittlerweile liegen die Fakten vor: Sowohl Canon als auch Nikon erweitern ihre Portfolios um preisgünstigere Vollformatbodies. Die angeblichen 1500 Dollar Straßenpreis erreichen beide Modelle nicht. Dafür punkten sie mit solider Qualität und praktischen Neuerungen. Sie schließen einerseits die Lücke zu den semiprofessionellen APS-C Bodies und verkürzen auf der anderen Seite den Abstand zu den teuren Nachfolgemodellen der 5D und D700 Serie.

 

Vollformat für unter 2000 Euro

Preislich nehmen sich beide Modelle überraschend wenig. Während die Nikon D600 bereits erhältlich ist und teilweise für 1900 Euro über die Ladentheke geht, lässt die Canon 6D noch bis Dezember auf sich warten. Dennoch kann man auch hier von einem ähnlichen Straßenpreis ausgehen. Hier lohnt sich ein Blick auf die indirekten Vorgängermodelle Nikon D700 und Canon 5D Mark II. Während die Nikon D700 kaum noch neu zu bekommen ist, bietet der Gebrauchtmarkt D700 Bodies ab 1100 Euro. Mit ihren 12 Megapixeln und der fehlenden Videofunktion wirkt dieNikon D700 nicht mehr ganz zeitgemäß. Dementsprechend hat Nikon die Modellreihe auslaufen lassen. Canon lässt die 5D Mark II, sicher auch wegen des noch bevorstehenden Marktstartes der Canon 6D, auch weiterhin im Programm. Im Gegensatz zu Nikons D700 verfügt die Canon 5D Mark II über einen 24 Megapixel Sensor und bietet eine Videofunktion. Mit knapp 1700 Euro liegt der Gehäusepreis allerdings zu nah an der kommenden Canon 6D um wirklich attraktiv zu sein. Doch auch hier lohnt ein Blick auf den Gebrauchtmarkt. Ab 1200 Euro lässt sich eine gebrauchte Canon 5D Mark II erwerben.

 

20+ Megapixel und hohe ISO Werte

Während sich die Canon 6D mit 20 Megapixeln begnügt hat Nikon die Auflösung der D600 gegenüber der D700 quasi auf 24 Megapixel verdoppelt. Damit sollte der anspruchsvolle Fotograf in jedem Falle gerüstet sein. Interessant ist in jedem Fall der Vergleich der maximalen ISO Zahlen. Während die Canon 6D nativ ISO 25.600 bietet und bis auf ISO 102.400 erweiterbar ist, liefert die Nikon D600 maximal ISO 6.400, erweiterbar bis auf ISO 25.600 – Bei kritischen Lichtverhältnissen dürfte die Canon 6D also bis zu zwei Blendenstufen mehr Reserven bieten.

Abgespeckter Autofocus und Sucher

Hier zeigt sich am deutlichsten der Rotstift der Hersteller. Während Nikon der Nikon D600 einen 100-Prozent-Sucher und ein 39-Punkt AF-Modul spendiert, geizt Canon bei der Canon 6D mit einer leider nur durchschnittlichen Sucherabdeckung von 97 Prozent und magerem 11-Punkt AF. Bedenkt man, dass Hobbyfotografen sowohl bei Canons 5d, als auch beim Nachfolger 5D Mark II den langsamen Autofokus monierten, erscheint diese Entscheidung nicht ganz folgerichtig. Grundsätzlich zeigt sich hier auch die unterschiedliche Ausrichtung der Systeme. Während Nikon auf eine ausgewogene Kamera setzt, stattet Canon die Canon 6D mit gezielten Highlights aus, spart dafür aber an logischen Weiterentwicklungen.

Gleichbleibende Bildfolgen und brilliante Displays

Bei den Bildraten der beiden Modelle ändert sich relativ wenig. Die Nikon D600 bietet mit bis zu 5,5 Bildern pro Sekunde etwas schnellere Bildfolgen als die Canon 6D mit 4,5 Bildern pro Sekunde. Wer mehr Speed braucht, greift sowieso zu anderen Geräteklassen. Insofern ein nachvollziehbarer Schritt. Bei den Displays bieten beide Hersteller beste Technik: Die Canon 6D verfügt über ein 3.0 Zoll Display mit 1.040.000 Pixeln Auflösung, während die Nikon D600 3,2 Zoll mit 921k Auflösung bietet.

 

Spannende neue Extras

Die Canon 6D bietet mit ihrem integrierten GPS Empfänger die Möglichkeit die Fotos gleich bei der Aufnahme mit GPS Daten zu taggen. Das sicherlich spannendste neue Extra beider Modelle ist das integrierte und von vielen sehnsüchtigst erwartete  WLAN Funkmodul, dass ebenfalls in die Canon 6D integriert wurde. Man fragt sich, warum dies so lange gedauert hat, bis ein Kamerahersteller endlich auch in Pro Modellen Wlan verbaut. Über die neue Schnittstelle lassen sich aufgenommene Bilder nicht nur übertragen, sondern auch gleich die ganze Kamera inklusive LiveView Bild steuern. Apps für mobile Endgeräte werden mit Sicherheit folgen.

Die Nikon D600 bietet im Gegenzug einen praktischen Dual SD Karten Slot, der beispielsweise sofortige Sicherheitskopien der Bilder oder die getrennte Aufnahme von Jpeg und Raw erlaubt. Das wichtigste Extra Feature der D600 ist aber sicherlich die Staub und Wetter Abdichtung, die auch in der D800 zum Einsatz kommt – gerade für Outdoorfotografen  ein unschätzbarer Vorteil.

 

Der Versuch eines Fazits

Ein echtes Fazit fällt vor dem Marktstart der Canon 6D schwer. Auf der anderen Seite lässt sich bereits jetzt erkennen, dass beide Modelle in etwa die gleichen Basisdaten besitzen. Sicher, die Hersteller gewichten einzelne Funktionen unterschiedlich stark, aber im Grunde macht man mit keiner der beiden Kameras etwas falsch. Für welches der beiden Modelle man sich schlussendlich entscheidet, hängt aus einer Kombination von persönlichen Vorlieben, vorhandenem Zubehör und den Erfahrungen mit dem entsprechenden System zusammen. Das Killerargument liefert dabei keine der beiden Kameras. Weder bieten die Modelle bahnbrechende, neue Funktionen, noch sprengen sie den Einstiegspreis ins Vollformat völlig auf. Dafür bekommt der geneigte Fotograf eine solide Einstiegsvollformatskamera ohne tatsächliche Schwächen – und dies zum bisher günstigsten Preis von unter 2000 Euro.

 

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