Canon Eos 650D – Die neue Referenz in der Einsteigerklasse

1), true); ?>

Während die meisten anderen Kamerahersteller fleissig die Portfolios ihrer spiegellosen Systemkameras pflegen, verweigert sich Canon weiterhin dem Markt. Viele Gerüchte geisterten umher. Sogar von einer Vollformatsspiegellosen war die Rede. Während sich die Hinweise auf eine Neuvorstellung in diesem Bereich auf Ende Juli 2012 verdichten, hat der Branchenprimus schnell noch sein Lineup im luktrativen Einsteigermarkt auf Vordermann gebracht.

Die Canon EOS 650D geht dabei den Weg ihrer Vorgängerinnen konsequent weiter. Seit Beginn der Modellreihe punktet Canon bei Preisleistung in Kombination mit ausgewählten Features der höherpreisigen Kameramodelle. Auch die 650D liegt mit deutlich unter 1000 Euro Straßenverkaufspreis im unteren Preissegment. Neben dem neuen Digic 5 Prozessor, der erstmals in einem dreistelligen Body zum Einsatz kommt, packt Canon eine Vielzahl an neuen Features in Kamera. Ähnlich wie seinerzeit die EOS 550D bohrt die das neue Modell die Videofunktionen kräftig auf.

Das bereits aus der 600D bekannte Schwenkdisplay funktioniert nun als Touchscreen. Canon hat sogar eine Gestenfunktion spendiert. So lässt sich mit zwei Fingern bewquem in ein aufgenommenes Foto hineinzoomen oder einer der ebenfalls neuen und zweifellos von Olympus übernommenen Kreativfilter anwenden. Gerade wer viel und gerne mit Liveview fotografiert wird die Touchscreenfunktion der neuen EOS lieben. Die Aufnahmeparameter lassen sich fast vollständig und bequem über das Display anpassen. An der sehr guten Auflösung des Vorgängermodells hat sich hingegen nichts geändert. Das Display bietet eine hervorragende Auflösung von 1.04 Mio. Pixeln.

Stichwort Liveview: Während andere Hersteller die AF Problematik während des Livebilds in den Griff bekommen hatten, hinkten Canon und Nikon bisher gefühlt eine Entwicklungsstufe hinterher. Mit dem mit der Canon EOS 650D eingeführten dualen Autofokussystem soll dieser Makel nun endlich der Vergangenheit angehören.

Während bei konventionellen Aufnahmen durch den Sucher der klassische Kontrastautofokus zu Werke geht,arbeitet die Kamera im Liveview mit dem neuen Phasenautofokus. Dieser regelt die Schärfe während der Aufnahme auch kontinuierlich nach. Allerdings sind dafür spezielle Objektive notwendig. Von den sog. STM-Objektiven bringt Canon zeitgleich mit Erscheinen der neuen Kamera ein neues 18-135mm IS und ein 40mm Pancake, in besonders kompakter Bauform, auf den Markt. Bei all der Euphorie über den neuen Hybridautofokus bleibt also ein Manko bestehen. Hier bietet sich natürlich ein Bundle aus Canon EOS 650D und Canon STM 18-135mm IS an.

Am klassischen Sucher hat sich dagegen nicht viel geändert. Noch immer bietet er nur 96% Bildabdeckung und weißt eine 0.85 prozentige Vergrößerung auf. Hier zeigt sich deutlich der Unterschied zur semiprofessionellen Klasse. Es fällt durchaus schwer, durch den kleinen Sucher der Eos 650D eine Bildkomposition zu finden. Den Fotoamateur dürfte dies dennoch nicht über Gebühr belasten. Der Trend geht sowieso zum Liveview und im Vergleich zu den meisten spiegellosen Systemkameras ist ein kleiner Sucher immer noch vertretbarer als gar kein optischer Sucher.

Neben dem neuen Autofokusmodul hat Canon auch die Af-Felder optimiert. In der Eos 650D kommen sage und schreibe neun Kreuzsensoren zum Einsatz. Dies ist gegenüber der 600D mit einem zentralen Kreussensor eine deutliche Steigerung. Weiterhin hat der Fotograf zwischen 9 frei wählbaren Af-Feldern die Auswahl. Zusammen mit dem neuen Hybrid Autofokus ergibt sich hier also eine echte Leistungssteigerung, ohne dass die 650D zu sehr in das Fahrwasser der immer noch aktuellen Canon 60D gerät.

Der 18 Megapixel CMOS Sensor im Format APS-C ist bereits aus den drei Vorgängermodellen bekannt. Canon weist aber darauf hin, dass der Sensor der 650D eine überarbeitete Version ist. Dafür spricht auch die Nennempfindlichkeit von ISO 100 – 12.800. Diese lässt sich sogar noch auf ISO 25.600 erweitern. Canons neuer Bildprozessor Digic 5 sorgt für eine hohe Bildrate von 5 Bildern pro Sekunde. Davon profitieren nicht zuletzt auch die Motivprogramme.

Neben den schon bekannten Motivprogrammen hat Canon der Eos 650D zwei neue Programme spendiert. “HDR-Aufnahme” schießt in schneller Abfolge drei unterscheidlich belichtete Bilder (1x unterbelichtet, 1x normal, 1x überbelichtet) und verrechnet diese zu einem HDR-Bild mit besonders hoher Dynamik. Gerade bei Gegenlichtsituationen soll dies zu besseren Ergebnissen führen. Das Motivprogramm “Nachtaufnahme ohne Stativ” soll ein unter Fotografen bekanntes Problem  lösen. Statt in der Nacht ohne Stativ völlig verrauschte, unterbelichtete und unscharfe Fotos zu produzieren, nimmt die Kamera in schneller Abfolge 4 Bilder hintereinander auf und verrechnet diese zu einer korrekt belichteten, rauscharmen Aufnahme.

Nikons praktischer Guide Mode im Einsteigerkamerasegment scheint Canon nicht entgangen zu sein. Canon interpretiert Hilfestellung bei unerfahrenen Fotografen auf eigene Weise mit dem Aufnahmemodus Basic+. Der Fotografieneuling kann hier aus einer ganzen Reihe von Voreinstellungen und ansprechend präsentierten Bildeffekten, welche bereits bei der Aufnahme angewendet werden, seinen gewünschten Bildstil entwickeln. Zusammen mit den neuen Kreativfiltern, die speziell in der Olympus Fangemeinde hoch geschätzt werden, schließt Canon endgültig den Kreis zur Allroundkamera und beweist wieder einmal, dass man dem Konsumenten durchaus zugehört hat.

Basic+ erweitert die automatischen Standard-Einstellungen mit einer Reihe von Voreinstellungen, mit denen gewünschte Bildeffekte bereits bei der Aufnahme angewendet werden und die umgehend für eine interessante Bildstimmung sorgen.

 

Share This Post On

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Current ye@r *